Was es bei der Außenwanddämmung zu beachten gibt

Die energetische Sanierung der Außenwände steht oft in Verbindung mit der Erneuerung der Fassadenfenster. Warum die Gewerke Außenwand und Fenster unbedingt in Verbindung betrachtet werden sollten, wird für Sie im Gewerk Fenster bereits kurz erläutert. Aber auch die Überlegung die Fassade neu verputzen und streichen zu lassen, regt oftmals dazu an, einen Schritt weiter zu denken und zusätzlich etwas gegen eine unzureichende Dämmung der Außenwände vorzunehmen.

Wollen Sie für die geplante Dämmung der Fassade KfW Fördergelder in Anspruch nehmen, schalten Sie bereits frühzeitig einen Energieberater aus der Expertenliste ein. Denn um erfolgreich an die gewünschte Förderung für die Fassade zu gelangen, ist es wichtig, dass die Anträge vor Maßnahmenbeginn gestellt und bestätigt sind. Der Förderfuchs prüft den Aufbau der Außenwand für Sie und gibt Handlungsempfehlungen zum Einsatz des geeigneten Dämmmaterials, sowie dessen Dämmstärke. Dadurch erhalten Sie bereits von Anfang an optimale Planungssicherheit.

Je nach Standort Ihrer Immobilie ist die Bauart des Hauses unterschiedlich. Während in großen Teilen Deutschlands die Häuser in massiver Bauweise gebaut sind, befinden sich im nördlichen Deutschland vermehrt Häuser mit Klinkerfassade. Diese lässt oft darauf schließen, dass eine zweischalige Außenwand vorhanden ist. Das bedeutet, dass sich zwischen den Steinen eine Luftschicht befinden kann. Während bei massiver Bauweise das sogenannte Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zum Tragen kommt, wird die Luftschicht bei einem zweischaligen Mauerwerk mit einem geeigneten Dämmstoff ausgeblasen (Einblasdämmung bzw. Kerndämmung).

Prüfung der Förderkriterien der Kreditanstalt für Wiederaufbau

Um Ihre Maßnahme förderfähig zu gestalten, gilt es vorab zu prüfen, welcher Aufbau der Außenwand bei Ihnen vorzufinden ist. Dafür benötigen wir entweder Grundrisse oder Baubeschreibungen, welche Sie uns bequem im Zuge der Antragstellung hochladen können.

Sofern Ihnen bereits ein Angebot vorliegt, können Sie mit unserer kostenfreien Angebotsprüfung schnell und bequem Klarheit darüber erhalten, ob Ihnen eine KfW Förderung für Ihre Außenwand zusteht.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau gibt für die Förderfähigkeit der Außendämmung mittels WDVS einen maximalen U-Wert von 0,20 W/(m²·K) vor. Dieser kann je nach Aufbau der Außenwand und Art des Dämmmaterials mit einer Dämmstärke von 100 - 160 mm erreicht werden. Genaueres ergibt die sogenannte U-Wert Berechnung, welche wir für Sie im Laufe der Antragstellung anwenden.

Bei einer zweischaligen Außenwand, also einem Aufbau mit Luftschicht, gilt es vorab die Luftschicht durch einen Fachmann mittels Probebohrung prüfen zu lassen. Wird eine ausreichende Luftschicht (mindestens 4 cm) festgestellt, ist der Einsatz eines geeigneten Dämmmaterials mit einer Wärmeleitfähigkeit von mindestens λ ≤ 0,035 W/(m·K) anzuwenden. Wird die Kerndämmmaßnahme als KfW Einzelmaßnahme geplant, ist eine KfW Förderung nur möglich, wenn die Bagatellgrenze von 3.000€ Investitionssumme erreicht wird.

Programme für Einzelmaßnahmen und die Auswirkung einer KfW Förderung

Beachten Sie die Förderkriterien der KfW, können Ihnen folgende KfW Fördermittel zustehen:

Anhand dieses Beispiels möchten wir Ihnen darstellen, wie sich die Kosten und eine potentielle Förderung der KfW auswirken können.

Fassade (Putz) instand setzen Fassade dämmen nach EnEV Fassade dämmen nach KfW
Kosten . 15.000€ 25.600€ 28.200€
Förderung keine keine 10% (Zuschuss 430)
Investition 15.000€ 25.600€ 25.380€

*Die Grundlage dieses Beispiels können Sie unserem Beitrag "Fassadendämmung mit KfW Förderung" entnehmen.

Planen Sie neben der Dämmung der Außenwand auch eine Fenstersanierung, müssen Sie sich Gedanken um ausreichende Lüftung des Gebäudes machen. Da Sie Ihr Haus wesentlich „dichter“ machen lassen, wird es schwieriger die Luftfeuchte im Hausinneren nach außen zu transportieren. Ob in Ihrem Fall der Einsatz einer geregelten Wohnraumlüftung zu empfehlen ist, zeigt das sogenannte Lüftungskonzept. Sprechen Sie uns dazu gerne an.

Förderberechtigung für eine KfW Förderung im Überblick

  • Natürliche Personen als Eigentümer oder Ersterwerber von: Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal 2 Wohneinheiten oder Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Gefördert wird die energetische Sanierung von bestehenden Wohngebäuden, deren Bauantrag beziehungsweise Bauanzeige vor dem 01.02.2002 gestellt wurde
  • Die Zuschusszusage durch die KfW muss vor Baubeginn vorliegen (Materialanzahlungen oder Aufträge dürfen bereits vorher erteilt werden)
  • Umsetzung der energetischen Maßnahme durch einen Fachbetrieb
  • Der Uw-Wert bei einem WDVS darf bei max. 0,20 W/(m²·K) liegen
  • Wird eine Luftschicht mit Dämmung ausgeblasen, muss die Wärmeleitfähigkeit des Dämmmaterials bei mindestens λ ≤ 0,035 liegen
  • Einbindung eines KfW Sachverständigen für die Bestätigung zum Antrag und die Bestätigung nach Durchführung

Mehr Informationen erhalten Sie in den Merkblättern zu den jeweiligen Programmen für einen Investitionszuschuss oder in der Kreditvariante.

Gerne sind wir bei Fragen zum Thema KfW Förderung Fassade für Sie da.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf!