Eines der strittigsten Themen rund um die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden, aber auch im Neubau, ist die Fassadendämmung.

Die Industrie zur Herstellung von Fassadendämmplatten steht immer wieder im Fokus, nicht nur bei ausführenden Unternehmen mit dem Blick auf ökologischen Dämmstoffen, sondern immer mehr auch beim Endverbraucher. Die Fassadendämmung ist jedoch eine der lohnenswerten Maßnahmen bei ungedämmten Außenwänden, welche einen entscheidenden Schritt zur Energieeinsparung leistet.

Eine Methode ist dabei ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) an die Außenwand anzubringen. Hartschaumplatten, wie auch diffusionsoffenere Mineralwollplatten, eignen sich gut für eine Außendämmung. Auf folgende Punkte müssen Sie und das ausführende Unternehmen u. a. achten:

  • ausreichender Dachüberstand
  • Anschluss Geschossdecke zum Erdreich/Perimeterdämmung
  • Anschluss Fensterlaibungen (Fensterlichtöffnungen werden minimiert)
  • Dachklempnerarbeiten im Bereich der Fallrohre
  • Anschlüsse bei Balkonen usw.

Bei der Planung einer Außenwanddämmung ist es unvermeidbar, sich von einem zertifizierten Energieberater oder einem Fachbetrieb ausführlich beraten zu lassen. Denn die Sanierung der Fassade kann auch recht kostspielig sein. Während 2016 die Preise je nach Dämmstärke und Material zwischen 110-160€/m2 variierten, liegen die Preise heute eher im Bereich von 140-200€/m2 (Stand 2018). Das liegt u. a. daran, weil die Fachbetriebe volle Auftragsbücher vorweisen können und die Hersteller der Dämmmaterialien ebenfalls jährliche Preiserhöhungen durchsetzen. Ganz besonders lohnenswert ist die Überlegung einer Fassadendämmung dann, wenn Sie sowieso über neuen Putz samt Anstrich nachdenken. Vor allem, da Putzgrundierung, neuer Putz und das Gerüst ebenfalls im Sanierungsumfang der Außendämmung enthalten sind.

Bei einer vorhandenen Luftschicht zwischen Grund- und Vorsatzstein kann diese mit geeignetem Dämmmaterial gefüllt werden. Diese Maßnahme ist im Vergleich mit ca. 25 € pro Quadratmeter eine kostengünstige Variante, jedoch energetisch äußerst sinnvoll.

Beispiel zu den Kosten „Fassade dämmen mit mineralischen Dämmstoffen“* und potentielle KfW Förderung

Fassade (Putz) instand setzen Fassade dämmen nach EnEV Fassade dämmen mit KfW Förderung
Kosten 15.000€ 25.600€ 28.200€
KfW Förderung keine keine 10% (Zuschuss 430)
Investition 15.000€ 25.600€ 25.380€

*Bei dem hier genannten Beispiel handelt es sich um ein frei stehendes Zweifamilienhaus mit einer Fassadenfläche von 120 m2. In den Kosten enthalten sind Gerüstarbeiten, Armierung, neuer Putz und ein Anstrich mit hochwertiger Fassadenfarbe. Für die Variante nach Energieeinsparverordnung (EnEV) sind 12 cm Mineraldämmung und für die Variante nach KfW sind 14 cm Mineraldämmung, sowie eine entsprechende Perimeterdämmung, angesetzt worden. Wie viel Dämmung zum Einsatz kommen sollte, ist immer vom Einzelfall abhängig. Eine U-Wert Berechnung gibt darüber Aufschluss. Sprechen Sie uns dazu gerne an. Die Kosten verstehen sich als Bruttokosten.

Um die Kosten zu senken, sind Zuschüsse und zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen wie Sie sehen eine Möglichkeit. Wir beraten Sie gerne im Bereich der regionalen Förderungen und auch zu der bundesweiten KfW Förderung. Belesen Sie sich gerne über weitere interessante Themen in unseren Neuigkeiten zu energetischen Sanierungsmaßnahmen und deren Förderkriterien. Oder rufen Sie uns mit konkreten Fragen an, wir unterstützen Sie!